Dieses Gemälde wurde im Auftrag von Frank Raimund Leonhard, Patentanwalt in München und Rebys Mäzen, angefertigt.

Als Reaktion auf die Häufung von Kriegen und Konflikten in der Welt gab Leonhard im Herbst 2023 bei Reby ein Gemälde in Auftrag, das auf die aktuelle Geopolitik Bezug nehmen sollte. Er bittet darum, Motive aus Picassos „Guernica“, einen Flugzeugträger aus Papier und Schmetterlinge in das Bild zu integrieren. Es ist kein Zufall, dass Leonhard „Guernica“ wählt, denn das Bild hat eine starke politische Konnotation. Mit diesem Gemälde prangerte Picasso die Bombardierung von Guernica im Jahr 1937 während des spanischen Bürgerkriegs an. Diese Bombardierung wurde von den spanischen Nationalisten angeordnet und von deutschen Nazi-Truppen und italienischen Faschisten ausgeführt. Indem Reby diese „Guernica“-Motive auf diesem alten, genähten rosafarbenen Streifen aufgreift, verweist sie auch auf den Gazastreifen, der im Herbst 2023 angegriffen wurde und seitdem ein Ort der Verzweiflung, des Hungers, der Gewalt - des Krieges - ist.

Der Flugzeugträger rechts greift die Symbolik des Krieges auf, doch da Reby ihn aus Papier malt, einem zerbrechlichen und - in der Bildsprache der Künstlerin - unschuldigen Material, verleiht sie ihm einen Hauch von Hoffnung: Sicherlich, die Menschen sind in der Lage, katastrophale Waffen zu bauen, aber gleichzeitig respektieren die meisten Menschen das Leben, die Menschlichkeit und den Frieden, und das ist es, was Hoffnung gibt. Diese Hoffnung wird durch die Schmetterlinge unterstrichen, die Metaphern für Zerbrechlichkeit und reine Natur in all ihrer Schönheit sind.

Die menschliche Fähigkeit, Schönheit zu beobachten, zu schätzen und zu würdigen, wird durch die kleinen blauen Kacheln verdeutlicht, die über das ganze Bild verteilt sind. Als Reby nach Marokko reiste, fand sie diese Klischees auf Fliesen in traditionellen Häusern. Zwar ist Marokko ein sehr armes Land, das durch wirtschaftliche und soziale Probleme geschwächt ist, dennoch suchen die Menschen ständig nach Schönheit. Diese Suche und das Erschaffen von Schönheit sind ein menschliches Grundbedürfnis in einer Welt, die von Kriegen und der Klimakrise geplagt wird.

Wir sitzen alle im selben Boot, in einer Welt, die, „so groß sie auch sein mag, so zerbrechlich sie sein kann“.

Es liegt an uns, nicht nur die Ozeane zu schützen und zu bewahren, sondern auch unsere Erde, Natur und damit unsere menschliche Schönheit.

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Zeichnungen